|
|
||||||||||
|
Scouting - Der Brite Sir Robert Baden-Powell (1857-1941) begründete Anfang des 20. Jahrhunderts die Pfadfinderbewegung. Dabei begeisterten die neuen Elemente seiner Arbeit Jugendliche und Pädagogen gleichermaßen:
Jugendbewegung
- Parallel zur Entwicklung der Pfadfinderbewegung entstand Ende des 19.
Jahrhunderts in Deutschland eine Bewegung Jugendlicher, die den Tendenzen
der wachsenden Massengesellschaft, dem bedingungslosen Leistungsgedanken
und zunehmender gesellschaftlicher Anonymität ein neues Gemeinschaftsideal
und eine alternative Freizeitgestaltung entgegensetzte. Immer mehr Jugendliche
begannen, in kleinen Gruppen auf Fahrt zu gehen und das einfache Leben
in der Natur zu suchen. Wichtiges Element war auch hier die kleine Gruppe,
die allerdings von Jugendlichen selbst und nicht von Erwachsenen geführt
wurde. Nach dem ersten Weltkrieg Geschichte
der Christlichen Pfadfinderschaft (CP) - Bereits 1910 entstanden in
Deutschland erste christliche Pfadfindergruppen, größtenteils
innerhalb des Christlichen Vereins Junger Männer (CVJM). Ein besonderer
Schwerpunkt christlicher Pfadfinderarbeit lag dabei in Württemberg
und Sachsen. Beeinflußt durch Impulse aus der Bündischen Jugend
orientierte sich die CP nach dem 1. Weltkrieg neu. Mehr und mehr vermischten
sich Elemente der Jugendbewegung wie Fahrt, Naturverbundenheit und Gemeinschaftserlebnis
in kleinen Gruppen, mit scoutistischen Ideen. Die meist dem CVJM angehörenden
christlichen Pfadfindergruppen schlossen sich 1921 in Neudietendorf / Thüringen
zur Christlichen Pfadfinderschaft zusammen. Als Zeichen wählten sie
das Pfadfinderkreuz. Im Jahr 1922 entwickelte sich die heute noch übliche
gemeinsame Tracht aus grauem Hemd und blauem Halstuch. Der Bund, der durch
Bibelarbeiten und Dienst am Nächsten, aber vor allem auch durch Fahrt
und Lager geprägt war, gewann schnell an Mitgliedern. 1931 zählte
die CP bereits 10 000 Pfadfinder. Nach der "Machtergreifung" Hitlers geriet
die CP wie alle Jugendgruppierungen zunehmend unter Druck. Nach dem Staatsvertrag
zwischen evangelischer Kirche und Hitler-Jugend mußte die CP 1934
alle Mitglieder unter 18 Jahren entlassen oder in die HJ überführen.
Die CP entließ daraufhin alle Mitglieder unter 18 Jahren und bestand
nur noch aus der "Bruderschaft der Älteren" mit etwa 2000 Pfadfindern.
Die Tracht sowie die jugendbewegten Elemente Fahrt und Lager wurden verboten.
Die Arbeit der CP mußte sich von nun an auf Bibelarbeit beschränken,
illegale Treffen und Fahrten in Kluft fanden aber weiter statt. 1937 wurde
die CP als staatsfeindliche Geheimorganisation endgültig verboten.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Aus
der Bruderschaft der Älteren entstanden schnell neue Gruppen. Nach
und nach lebten auch die Kontakte zu anderen Pfadfinderbünden auf
nationaler und internationaler Ebene wieder auf. Mit überarbeiteten
Grundsätzen und Ordnungen entwickelte sich der Bund. Die Mitgliederzahlen
stiegen bis auf 35 000. Noch war die CPD ein reiner Jungenbund, nur in
der Wölflingsarbeit (Kinderstufe), wirkten seit 1957 weibliche Führerinnen.
Mitte der 60er Jahre |
|||||||||
|
|
||||||||||
|
||||||||||